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<title>Fee</title>
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<p>Das deutsche Wort <b>Fee</b> bezeichnet eine Art von übernatürlichen Wesen aus <a href="Kunst" title="Kunst">Kunst</a> und <a href="Religion" title="Religion">Religion</a>. Unter einer Fee wird heute oft eine schöne, <a href="Magie" title="Magie">magisch</a> begabte Frau verstanden, die Menschen gegenüber meist gut, aber auch bösartig auftreten kann.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Figur der Fee stammt aus der <a href="Franz%C3%B6sische_Literatur" title="Französische Literatur">französischen Literatur</a>, aus der sie zwei Mal ins <a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">Deutsche</a> sowie in viele andere Sprachen übernommen wurde. Was unter einer <i>Fee</i> genau vorgestellt wird, unterscheidet sich je nach zeitlichem und regionalem Kontext.
</p><p>Die genaue Herkunft der Figur ist unklar. Das Wort taucht in der <a href="Altfranz%C3%B6sische_Sprache" title="Altfranzösische Sprache">altfranzösischen</a> und <a href="Normannische_Sprache" title="Normannische Sprache">normannischen</a> höfischen Dichtung des 12. Jahrhunderts erstmals als <i>fae</i> bzw. <i>fay</i> auf. Es stammt von <a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <i>fata</i> („Schicksal“) und war ursprünglich vermutlich ein Verb bzw. Adjektiv, das in etwa „verzaubern“ und „verzaubert“ bedeutete. Das Wort wurde in der französischen Dichtung wohl benutzt, um <a href="Keltische_Mythologie" title="Keltische Mythologie">keltische Sagenfiguren</a> zu beschreiben. Daraus entwickelte sich eine beliebte Kategorie von Figuren, die über den Einfluss der französischen Kultur auch in die mittelalterliche Dichtung des weiteren Europas einging, insbesondere als <i>fei</i> in die deutsche und als <i>fairy</i> in die englische. Die Feen der mittelalterlichen Dichtung waren meist schöne, mächtige und magisch begabte Männer und Frauen, die als Helfer oder Geliebte der menschlichen Protagonisten auftreten. Bekannte Beispiele sind <a href="Morgan_le_Fay" title="Morgan le Fay">Morgan le Fay</a> und der Feenkönig <a href="Oberon_(Elfenk%C3%B6nig)" title="Oberon (Elfenkönig)">Oberon</a>. Unter dem Einfluss der <a href="Italienische_Literatur" title="Italienische Literatur">italienischen Literatur</a> entstand Ende des 17. Jahrhunderts in Frankreich die Gattung des <a href="Feenm%C3%A4rchen" title="Feenmärchen">Feenmärchens</a> <i>(conte des fées)</i>. In diesen für das Publikum der <a href="Literarischer_Salon" title="Literarischer Salon">literarischen Salons</a> verfassten Geschichten treten häufig die namensgebenden guten oder bösen <i>fées</i> auf, etwa in der Rolle der Feenpatin. Das Genre der Feenmärchen wurde im 18. Jahrhundert auch im deutschen Sprachraum populär und die Figur der <i>fée</i> als <i>Fee</i> zum zweiten Mal ins Deutsche übernommen. Ein bekanntes Feenmärchen ist <a href="Dornr%C3%B6schen" title="Dornröschen">Dornröschen</a>, in dem mehrere gute und eine böse Fee über das Schicksal der Prinzessin entscheiden.
</p><p>Mit der <a href="Normannische_Eroberung_Englands" title="Normannische Eroberung Englands">normannischen Eroberung Englands</a> kam die mittelalterliche französische Feendichtung auf die <a href="Britische_Inseln" title="Britische Inseln">Britischen Inseln</a>. Aus der höfischen Kultur übernahm die <a href="Angelsachsen" title="Angelsachsen">angelsächsische</a> Bevölkerung den Begriff <i>fairy</i> (Mehrzahl <i>fairies</i>) für die <i><a href="Elfen" title="Elfen">elves</a></i> genannten Wesen ihrer eigenen Tradition. Die Feen wurden damit auch zu schädlichen Wesen, die beispielsweise Krankheiten bringen oder Kinder stehlen und gegen <a href="Wechselbalg" title="Wechselbalg">Wechselbälger</a> austauschen. Gleichzeitig entstand die Idee, dass die <i>fairies</i> in einem ebenfalls <i>fairy</i> genannten Feenland leben, das von einem edlen und schönen Königspaar regiert wird, dem Feenkönig und der Feenkönigin. Sehr einflussreich wurde das Feenbild, das der <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">frühneuzeitliche</a> Schriftsteller <a href="William_Shakespeare" title="William Shakespeare">William Shakespeare</a> <i>(<a href="Ein_Sommernachtstraum" title="Ein Sommernachtstraum">Ein Sommernachtstraum</a>)</i> entwarf. Seine Vorstellung von den <i>fairies</i> beeinflusste nicht nur die Kunst, sondern wirkte auch wieder auf die Volkserzählungen und den Feenglauben zurück. Unter anderem durch den Einfluss der <i>conte des fées</i> Literatur setzte sich im 19. Jahrhundert eine heute typische Vorstellung durch: <i>Fairies</i> sehen aus wie winzige Menschen mit Insektenflügeln, sind mit Tieren und Pflanzen verbundene <a href="Naturgeist" title="Naturgeist">Naturgeister</a> und sie haben eine besondere Verbindung zu Kindern. Über die <a href="Englische_Literatur" title="Englische Literatur">englische Literatur</a> sowie durch die Darstellungen in Filmen (insbesondere <a href="Disney" class="mw-redirect" title="Disney">Disneyfilmen</a> wie <i><a href="Peter_Pan_(1953)" title="Peter Pan (1953)">Peter Pan (1953)</a></i>) wurde diese Vorstellung weltweit verbreitet.
</p><p>Das englische Wort <i>fairy</i> hat daneben eine viel breitere Bedeutung als das deutsche <i>Fee</i>. In der englischsprachigen <a href="Wissenschaftliche_Arbeit" title="Wissenschaftliche Arbeit">Forschungsliteratur</a> wird <i>fairy</i> auch oft als <a href="Emisch_und_etisch" title="Emisch und etisch">etischer</a> Sammelbegriff für alle möglichen übernatürlichen Wesen verwendet, unabhängig davon, wie diese Wesen von den Akteuren selbst genannt werden.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So können beispielsweise die <i><a href="Elfen" title="Elfen">Elben</a></i> und <i><a href="Unhold" title="Unhold">Unholde</a></i> aus frühneuzeitlich deutschen Texten in der englischen Fachliteratur als <i>fairies</i> bezeichnet werden.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Geschichte der Feentraditionen ist durch eine starke Wechselwirkung zwischen Volkskultur und literarischer Kultur geprägt.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Volkserzählungen, Literatur, Kinofilme und andere Medien beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Darstellung der Feen. Dies hat wiederum eine Rückwirkung auf die Menschen, die an diese <a href="Zwischenwesen" title="Zwischenwesen">Zwischenwesen</a><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> glauben: Was sie berichten gesehen und erlebt zu haben, ist oft abhängig davon, wie die Feen im jeweiligen kulturellen Kontext vorgestellt werden.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Etymologie">Etymologie</h2></div>
<p>Die genaue Wortgeschichte von <i>Fee</i> und <i>Fairy</i> ist unklar und umstritten. Im 12. Jahrhundert taucht in der <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">höfischen</a> Dichtung altfranzösischer und <a href="Anglonormannische_Sprache" title="Anglonormannische Sprache">anglonormannischer Sprache</a> erstmals das Wort <i>fai</i>, <i>fae</i> oder <i>fay</i> auf. Dieses scheint auf <a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a> <i>fata</i> („Schicksal“; von <i>fatum</i> „das Gesagte“) zurückzugehen. In der älteren Forschung wurde angenommen, dass frühmittelalterliche Autoren dies als ein <a href="Singular" title="Singular">Singularwort</a> für „die Göttin“ fehlgedeutet und daraus wiederum den <a href="Plural" title="Plural">Plural</a> <i>fatae</i> („die Göttinnen“) gebildet hätten. Mit <i>fatae</i> seien sowohl die römischen Schicksalsgöttinnen (<a href="Parcae" class="mw-redirect" title="Parcae">Parcae</a>) als auch die in Dreiergruppen auftretenden keltischen <a href="Matronae" class="mw-redirect" title="Matronae">Matronae</a> bezeichnet worden. Im Altfranzösischen sei schließlich das „t“ verloren gegangen, so dass <i>fata</i> zu <i>fa’a</i> und <i>fae</i> geworden sein soll. Dieses Wort habe zunächst eine <a href="Magie" title="Magie">magisch</a> begabte Frau bezeichnet, daraus sei später <i>faierie</i> als Wort für Zauberei und das Feenland entstanden. Dieses wiederum sei als Pluralform für die magischen Wesen fehlverstanden und <i>fairie</i> als neuer Singular gebildet worden.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Diese sehr spekulative und im Detail unbelegte Wortgeschichte ist ab den 1980er Jahren vom Anglisten und Volkskundler Noel Williams (1952–2021) in Frage gestellt worden. Williams weist darauf hin, dass die altfranzösischen und mittelenglischen Begriffe (etwa <i>fee, fae, fay, fairy</i>) meist als <a href="Verb" title="Verb">Verben</a> („verzaubern“) und Adjektive bzw. <a href="Partizip" title="Partizip">Partizipien</a> („verzaubert“) verwendet wurden. Das Wort modifiziert oft ein <a href="Nomen" title="Nomen">Nomen</a> (etwa <i>fairy knit</i> „magischer Ritter“), tritt aber nur sehr selten selbst als eines auf. Tatsächlich habe sich aus dem lateinischen <i>fata</i> also ein Begriff entwickelt, der in etwa „vom Schicksal bestimmt“ (englisch <i>fated</i>) bedeutet habe. Damit seien Phänomene bezeichnet worden, die außerhalb menschlicher Kontrolle lagen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Englisch <i>fairy</i>, italienisch <i>fada</i> und spanisch <i>fada</i> oder <i>hada</i> seien alle parallel und unter gegenseitiger Beeinflussung aus diesem Begriff entstanden. Daraus habe sich erst allmählich die Bedeutung als Gattungsbezeichnung für magische Wesen entwickelt. Williams nimmt an, dass das altfranzösische <i>fay</i> in der höfischen Literatur als ein Sammelbegriff verwendet wurde, mit dem verschiedene übernatürliche Wesen aus den Traditionen der <a href="Keltische_Sprachen" title="Keltische Sprachen">keltischsprachigen</a> Bevölkerung der <a href="Bretagne" title="Bretagne">Bretagne</a> und der <a href="Britische_Inseln" title="Britische Inseln">Britischen Inseln</a> zusammengefasst wurden. Dabei habe es sich um eine Fremdbezeichnung gehalten, die Kelten selbst hätten keinen übergeordneten Gattungsbegriff dieser Art gehabt.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Williams konnte aus englischen Texten bis 1829 ein Korpus von etwa 50 verschiedenen Schreibweisen für <i>fairy, Faerie, Pharie, Feyrie, Ffeyre</i> usw. sammeln. Dabei dürfte es sich um <a href="Graphem" title="Graphem">graphemische</a> Varianten des <a href="Phonem" title="Phonem">Phonems</a> /fɛəri/ bzw. /fei/ handeln. Dazu kommen wohl verwandte Begriffe, die <a href="Volksetymologie" title="Volksetymologie">volksetymologisch</a> aufgrund von <a href="Homonym" title="Homonym">Homonymie</a> oder <a href="Homophon" title="Homophon">Homophonie</a> gebildet wurden. So ist der Ausdruck <i>farefolkis</i> wohl aus <i>fair folk</i> („schönes Volk“) zusammengesetzt, einem weit verbreiteten <a href="Euphemismus" title="Euphemismus">Euphemismus</a> für <i>fairies</i>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das französische Wort wurde zweimal ins Deutsche übernommen. Zuerst wurde im Hochmittelalter die altfranzösische <i>fae</i> in die <a href="Mittelhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Mittelhochdeutsch">mittelhochdeutsche</a> Dichtung als <i>Fei, Feie</i> oder <i>Feine</i> übernommen und hielt sich anschließend bis ins <a href="Fr%C3%BChneuhochdeutsch" class="mw-redirect" title="Frühneuhochdeutsch">Frühneuhochdeutsche</a> als <a href="Komposition_(Grammatik)" title="Komposition (Grammatik)">Kompositum</a> in den Fabelwesen <i>Meerfei</i> und <i>Waldfei</i>. Danach ging das Wort wieder verloren. Im 18. Jahrhundert wurde unter dem Einfluss der beliebten <i>Conte des fées</i> Literatur (siehe unten) die französische <i>fée</i> als <i>Fee</i> erneut ins Deutsche entliehen. Der von manchen Autoren unternommene Versuch das ältere <i>Fei</i> wiederzubeleben, setzt sich nicht durch. Im 19. Jahrhundert entstand schließlich das Verb <i>feien</i>. Vor oder gegen etwas <i>gefeit</i> zu sein bedeutet, (durch Feenmacht) davor geschützt zu sein. In der Infektionsepidemiologie existiert die davon abgeleitete Fachbezeichnung „<a href="Stille_Feiung" title="Stille Feiung">stille Feiung</a>“. <i>Feien</i> wurde unter Rückgriff auf das mittelalterliche <i>Fei</i> bzw. auf das mittelhochdeutsche Verb <i>feinen</i> gleicher Bedeutung neu gebildet.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fées_im_französischen_Sprachraum"><span id="F.C3.A9es_im_franz.C3.B6sischen_Sprachraum"></span>Fées im französischen Sprachraum</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fays_im_Mittelalter">Fays im Mittelalter</h3></div>
<p>In den <a href="Chanson_de_geste" title="Chanson de geste">Chanson de geste</a>, altfranzösischen Heldenliedern des 12. und 13. Jahrhunderts, tauchen erstmals als <i>fai</i>, <i>fae</i> oder <i>fay</i> bezeichnete Männer und Frauen auf. Die moderne Forschungsliteratur zählt auch solche Wesen zu den Feen, die in den mittelalterlichen Texten nicht so genannt werden, den so bezeichneten Figuren aber ähneln. Damit werden etwa auch die magischen Figuren bei <a href="Marie_de_France" title="Marie de France">Marie de France</a> zu den Feen gerechnet. Die heute als Feen zusammengefassten Wesen sind so unterschiedlich, dass es unmöglich ist zu definieren, was diese Feen ausmacht.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese schönen, weisen, mächtigen und magisch begabten Figuren treten häufig als Beschützer, Berater oder Geliebte der ritterlichen Helden auf und machen ihnen wertvolle Geschenke wie Waffen, Kleidung und magische Gegenstände. Diese Wesen spiegeln in ihrem Lebensstil die Idealvorstellungen der zeitgenössischen menschlichen Elite wider. Die Geschichten lassen häufig offen, ob diese Figuren nur magisch begabte Menschen oder übermenschliche Wesen sind. Die wohl einflussreichste dieser Erzählungen war das Lied von <i>Huon de Bordeaux</i>, das den zwergenhaften König <a href="Oberon_(Elfenk%C3%B6nig)" title="Oberon (Elfenkönig)">Auberon</a> einführt. Die Geschichte handelt vom Ritter Huon, der den Sohn <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karls des Großen</a> tötete und zur Sühne eine Reihe eigentlich unmöglicher Aufgaben bestehen muss. Diese gelingen ihm mit der Hilfe Auberons.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Goodrich_2015:446–447_19-0" class="reference"><a href="#cite_note-Goodrich_2015:446–447-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im 13. Jahrhundert entstand die Gattung des <a href="H%C3%B6fischer_Roman" title="Höfischer Roman">höfischen Romans</a>. Der einflussreiche Autor <a href="Chr%C3%A9tien_de_Troyes" title="Chrétien de Troyes">Chrétien de Troyes</a> begründete hier die sogenannte <a href="Artusroman" title="Artusroman">Artusepik</a> um <a href="Artus" title="Artus">König Artus</a> und die <a href="Tafelrunde" title="Tafelrunde">Ritter der Tafelrunde</a>. Chrétien lässt eine Reihe von <i>fays</i> auftreten, darunter die berühmte <a href="Morgan_le_Fay" title="Morgan le Fay">Morgan le Fay</a>, beschrieb diese Figuren aber meist als menschlich. Morgana ist bei ihm Artus’ Schwester. Morgana und Auberon werden erst in der Literatur des 15. Jahrhunderts zu Vertretern einer eigenen Spezies namens „Feen“.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die französische höfische Literatur wurde im mittelalterlichen Europa außerordentlich populär, ihre Stoffe und Motive wurden u. a. auch in der englischen und deutschen Dichtung aufgegriffen (s. u.). Sehr beliebt war das Motiv der feenhaften Geliebten, das häufig in Erzählungen verarbeitet wurde die in der modernen Forschung als Fälle von „(gestörter) <a href="Mahrtenehe" title="Mahrtenehe">Mahrtenehe</a>“ klassifiziert werden. Dabei handelt es sich um Geschichten, in denen ein menschlicher Mann eine Liebesbeziehung mit einer übernatürlichen Frau eingeht. Diese Beziehungen scheitern oft daran, dass der Mann ein von seiner Geliebten gefordertes <a href="Tabu" title="Tabu">Tabu</a> bricht und sie ihn daher wieder verlässt. Manchmal gelingt dem Mann später eine Versöhnung mit der Frau und sie nimmt ihn zurück. Für das adelige Publikum lag der Reiz dieser Dichtungen in dem Ausbruch aus den Regeln der <a href="Feudalismus" title="Feudalismus">Feudalgesellschaft</a> bei gleichzeitiger Erfüllung adeliger Wunschvorstellungen: Der ritterliche Held wird nicht in eine arrangierte Ehe gezwungen, sondern geht eine durch Liebe und Erotik geprägte Beziehung ein, die Fee schenkt ihm Reichtum, die Herrschaft über ihr Reich und macht ihn durch die gemeinsamen Kinder zum <a href="Stammvater" title="Stammvater">Stammvater</a> eines besonderen Adelsgeschlechts. Zeitgenössische Theologen missbilligten diese Erzählungen häufig, da Feen in ihrem Weltbild nur als Dämonen erklärt werden konnten. Um diesen Konflikt zu entschärfen, wurde in den Dichtungen oft Wert darauf gelegt, die Feen als gute Christinnen darzustellen und vom Dämonenverdacht zu befreien.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Figur der Fee ist im Laufe der Zeit immer weiter abgeschwächt worden, bis sie schließlich zu einer gewöhnlichen <a href="Hofdame" title="Hofdame">Hofdame</a> wurde. Bei Marie de France erscheinen Feen noch als mächtige andersweltliche Herrscherinnen und Zauberinnen, die auch gegenüber Männern selbstbewusst auftreten können. Bei Chrétien de Troyes und schließlich <a href="Hartmann_von_Aue" title="Hartmann von Aue">Hartmann von Aue</a> wurden Macht und Auftreten der Feen verringert, insbesondere wenn die Feen in diesen jüngeren Geschichten schließlich durch Heirat mit einem Ritter in die höfische Gesellschaft integriert werden.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die mittelalterliche Feendichtung war fiktional, galt dem Publikum aber nicht notwendigerweise als unrealistisch. Feen und Magie sowie die <a href="Drache_(Mythologie)" title="Drache (Mythologie)">Drachen</a>, <a href="Riese" title="Riese">Riesen</a> und anderen <a href="Fabelwesen" title="Fabelwesen">Fabelwesen</a>, die in diesen Geschichten auftauchen, erschienen im mittelalterlichen Weltbild als durchaus plausibel. Am Übergang zur <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">Frühen Neuzeit</a> versuchte der einflussreiche Gelehrte <a href="Paracelsus" title="Paracelsus">Paracelsus</a> mit seiner <a href="Elementargeist" title="Elementargeist">Elementargeisterlehre</a> solche Ideen von der Mahrtenehe zu rationalisieren. Bei der mittelalterlichen Feendichtung handelt es sich daher nicht um <a href="Phantastik" title="Phantastik">phantastische Literatur</a>, d. h. um Literatur die bewusst Unrealistisches beschreibt.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fées_in_der_Frühen_Neuzeit"><span id="F.C3.A9es_in_der_Fr.C3.BChen_Neuzeit"></span>Fées in der Frühen Neuzeit</h3></div>
<p>Ende des 17. Jahrhunderts entstand in Frankreich aus dem Genre der <i><a href="Fabel" title="Fabel">fable</a></i> heraus die neue Gattung des <i><a href="Feenm%C3%A4rchen" title="Feenmärchen">conte de(s) fées</a></i> (dt. „Geschichten über Feen“), in der die Protagonisten mit guten und bösen <i>fées</i> interagieren. Diese Erzähltradition kombinierte <a href="Volkserz%C3%A4hlung" class="mw-redirect" title="Volkserzählung">Volkserzählungen</a> mit den Normen der höfischen Literatur. Wichtige Autoren der ersten Phase (1690–1705) waren <a href="Marie-Catherine_d%E2%80%99Aulnoy" title="Marie-Catherine d’Aulnoy">Marie-Catherine d’Aulnoy</a>, <a href="Marie-Jeanne_Lh%C3%A9ritier_de_Villandon" class="mw-redirect" title="Marie-Jeanne Lhéritier de Villandon">Marie-Jeanne Lhéritier de Villandon</a>, <a href="Charles_Perrault" title="Charles Perrault">Charles Perrault</a> und andere. Diese Autoren formten Volkserzählungen nach dem Vorbild des höfisch-heroischen und des psychologischen Romans um. Dies zeigt sich etwa in der beschriebenen <a href="St%C3%A4ndeordnung" class="mw-redirect" title="Ständeordnung">Ständeordnung</a>, den Abenteuerszenen, der prunkvoll beschriebenen Architektur und Kleidung sowie der zentralen Rolle des Themas <a href="Liebe" title="Liebe">Liebe</a>.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In der zweiten Phase ab 1705 wird der <i>conte de fées</i> durch die französische Rezeption orientalischer Erzählungen beeinflusst, etwa durch <a href="Antoine_Galland" title="Antoine Galland">Antoine Gallands</a> Übersetzung von <i><a href="Tausendundeine_Nacht" title="Tausendundeine Nacht">Tausendundeine Nacht</a></i> (1704–1717). Der Einfluss zeigt sich nicht nur in neuen Handlungsorten, sondern auch in der Thematik um Träume und Seelenwanderung sowie in der expliziter werdenden <a href="Erotik" title="Erotik">Erotik</a>.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig verliert die Gattung zunehmend ihren Bezug zu den Volkserzählungen und baut stattdessen auf ihre eigene Tradition auf. Die Geschichten werden ironisch und moralisierend. Die Feen, die gattungstypisch in das Leben der Menschein eingreifen, werden hier zu deren <a href="Aufkl%C3%A4rung" title="Aufklärung">aufklärerischen</a> Lehrern. Zu den vielen Autoren der zweiten Phase gehören u. a. <a href="Anthony_Hamilton_(Milit%C3%A4r)" title="Anthony Hamilton (Militär)">Antoine D’hamilton</a>, <a href="Jacques_Cazotte" title="Jacques Cazotte">Jacques Cazotte</a>, Marie-Madeleine de Lubert (1702–1785) und Thémiseul de Saint-Hyacinthe (1684–1746). Auch <a href="Jean-Jacques_Rousseau" title="Jean-Jacques Rousseau">Jean-Jacques Rousseau</a> verfasst ein Feenmärchen (<i>La reine Fantasque</i>, 1754). <a href="Voltaire" title="Voltaire">Voltaire</a> prägte das eigene Untergenre des <i>contes philosophiques</i>.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <i>conte de fées</i> war eine Literaturgattung des <a href="Ancien_R%C3%A9gime" title="Ancien Régime">Ancien Régime</a> und endete mit der <a href="Franz%C3%B6sische_Revolution" title="Französische Revolution">Französischen Revolution</a> (1789).<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der <i>conte des fées</i> erwies sich als außerordentlich populär und seine Geschichten gingen im Laufe der Jahrhunderte in das Repertoire der Volkserzählungen ein. Tatsächlich handelt es sich wohl bei vielen der im 19. und 20. Jahrhundert im französischen Sprachraum gesammelten „<a href="Volksm%C3%A4rchen" title="Volksmärchen">Volksmärchen</a>“ tatsächlich um an die Voraussetzungen des mündlichen Erzählens angepasste Geschichten aus der höfischen <i>conte des fées</i> Literatur des 18. Jahrhunderts.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Französischen hat <i>conte de fées</i>, genau wie das davon abgeleitete englische <i>fairy tale</i> und das italienische <i>racconto di fate</i>, heute etwa die gleiche breite Bedeutung wie das deutsche Wort <i><a href="M%C3%A4rchen" title="Märchen">Märchen</a></i>, unabhängig davon, ob in den Geschichten Feen auftreten.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Genre des <i>conte des fées</i> wurde von der Gräfin Marie-Catherine d’Aulnoy erfunden und nachhaltig geprägt. Sie verfasste etwa ein Drittel aller Geschichten der ersten Phase.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 1697 erschien ihre Geschichtensammlung <i><a href="Feenm%C3%A4rchen_der_Madame_d%E2%80%99Aulnoy" title="Feenmärchen der Madame d’Aulnoy">Les contes des fées</a></i>, die der neuen Gattung ihren Namen geben sollte. D’Aulnoy erfand damit erstmals einen Gattungsnamen für die im Deutschen heute als <i>Märchen</i> bezeichneten Geschichten und wies darin den übernatürlichen Wesen namens <i>fées</i> einen zentralen Platz zu. Sie las ihre Geschichten in den <a href="Literarischer_Salon" title="Literarischer Salon">literarischen Salons</a> von <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> vor, als Unterhaltung für erwachsene Adelige, vor allem Frauen. Auch die von d’Aulnoy inspirierten weiteren Autoren des Genres waren vielfach Frauen (die sog. <i>conteuses</i>) wie Marie-Jeanne Lhéritier de Villandon, Henriette-Julie de Murat (1668–1716) und Catherine Durand (1650–1712).<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Literaturwissenschaftler <a href="Jack_Zipes" title="Jack Zipes">Jack Zipes</a> macht mehrere Gründe dafür aus, weswegen Geschichten über <i>fées</i> für die Frauen so attraktiv waren. Erstens konnten sie sich mit diesen mächtigen weiblichen Wesen identifizieren und mit Feengeschichten einen Gegenpol gegen ihr durch die Vorschriften des Adels und der <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">katholischen Kirche</a> stark eingeschränktes Leben setzen. Mit Feengeschichten ließ sich zudem verschleierte Kritik an den als dekadent, verlogen und misshandelnd dargestellten Institutionen Staat und Kirche üben. Daneben treten <i>fées</i> in Volkserzählungen und nun in der Literatur häufig als <a href="Hebamme" title="Hebamme">Hebammen</a>, <a href="Kinderm%C3%A4dchen" title="Kindermädchen">Kindermädchen</a> und <a href="Pate" title="Pate">Patinnen</a> auf, also als magische Versionen von wichtigen <a href="Bezugsperson" title="Bezugsperson">Bezugspersonen</a> der Frauen.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während die frühere Forschung davon ausging, dass d’Aulnoy und die <i>conteuses</i> einheimische französische Volksmärchen ihrer Zeit verarbeitet hätten ist heute klar, dass sie deutlich durch ältere italienische Literatur inspiriert waren, vor allem die Geschichtensammlungen von <a href="Giambattista_Basile" title="Giambattista Basile">Giambattista Basile</a> und <a href="Giovanni_Francesco_Straparola" title="Giovanni Francesco Straparola">Giovanni Francesco Straparola</a>.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einen wichtigen Einfluss stellte auch das aus Italien stammende Operngenre <i><a href="Feerie" title="Feerie">féerie</a></i> dar, prunkvoll inszenierte Geschichten, in denen <i>fées</i>, Hexen, Göttinnen und andere übernatürliche Wesen auftreten.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es lässt sich zudem eine starke <a href="Intertextualit%C3%A4t" title="Intertextualität">Intertextualität</a> feststellen: D’Aulnoy und die <i>conteuses</i> schrieben ihre Texte mit vielen Anspielungen auf die antike Literatur (z. B. die <a href="Metamorphosen_(Ovid)" title="Metamorphosen (Ovid)">Metamorphosen des Ovid</a>) und vielleicht auch auf mittelalterliche oder volkstümliche Geschichten von Morgan le Fay und <a href="Melusine" title="Melusine">Melusine</a>.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fairies_im_englischen_Sprachraum">Fairies im englischen Sprachraum</h2></div>
<p>Nach der <a href="Normannische_Eroberung_Englands" title="Normannische Eroberung Englands">normannischen Eroberung Englands</a> (1066) führten die neuen Herrscher die französische Sprache und Kultur, und damit auch die französische höfische Dichtung mit ihren <i>fays</i>, als Elitenkultur ein.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-Goodrich_2015:446–447_19-1" class="reference"><a href="#cite_note-Goodrich_2015:446–447-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das englische Wort <i>fairy</i> erscheint erstmals im <a href="Mittelenglisch" title="Mittelenglisch">mittelenglischen</a> <i>Auchinleck Manuscript</i> (um 1330) und bleibt in seiner Verwendung lange auf die höfische Literatur <i>(<a href="H%C3%B6fischer_Roman" title="Höfischer Roman">romance</a>, <a href="Lai_(Dichtung)" title="Lai (Dichtung)">lay</a>)</i> beschränkt. Das Wort wurde zunächst meist als Adjektiv gebraucht und bedeutet „seltsam“, „magisch“ oder „verzaubert“.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Erst im 15. Jahrhundert wird es zur Bezeichnung für bestimmte Wesen.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ob das in der <a href="Altenglisch" title="Altenglisch">angelsächsischen</a> Dichtung verbreitete Wort <i><a href="Feigheit#Begriff" title="Feigheit">faege</a></i> („todgeweiht“, vielleicht durch weibliche Schicksalsmächte wie <a href="Walk%C3%BCre" title="Walküre">Walküren</a>) zuvor einen Einfluss auf das französische Wort ausgeübt hatte, ist unklar.<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einflussreiche britische Volkskundler des 20. Jahrhunderts wie Katharine Mary Briggs (1898–1980) und Jeremy Harte hatten die von ihnen erforschten <i>fairy</i>-Traditionen mit <a href="Essentialismus" title="Essentialismus">essentialistischen</a> Vorannahmen betrachtet. Das heißt, sie gingen von einer einzigen (<a href="Keltomanie" title="Keltomanie">oft „keltischen“</a>) Tradition aus, die über alle Jahrhunderte hinweg und in allen Regionen im Wesentlichen die Gleiche gewesen sei. Die vielen sozialen Veränderungen zwischen <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> und <a href="Moderne" title="Moderne">Moderne</a> hätten also keinerlei Auswirkungen auf das Weltbild der bäuerlichen Bevölkerung gehabt. Neuere Studien widmen sich dagegen meist Spezialaspekten, etwa den <a href="Funktionalismus_(Sozialwissenschaften)" title="Funktionalismus (Sozialwissenschaften)">sozialen Funktionen</a> von <i>fairy</i>-Geschichten und wie diese die kulturelle und politische Situation ihrer Zeit widerspiegeln. Der Historiker Ronald Hutton legte in einem 2014 erschienenen <a href="Wissenschaftliche_Publikation" title="Wissenschaftliche Publikation">Artikel</a> erstmals einen umfassenden <a href="Geschichtswissenschaft" title="Geschichtswissenschaft">geschichtswissenschaftlichen</a> Überblick über die britischen <i>fairy</i>-Traditionen vor. In dieser Arbeit verfolgt er die historischen Veränderungen dieser Traditionen vom 11. bis zum 17. Jahrhundert.<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hutton unterscheidet zwei große Phasen der britischen <i>fairy</i>-Tradition, das <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a> und die <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">Frühe Neuzeit</a>. Zwischen den beiden Phasen verortet er die Entstehung der Idee vom Feenreich sowie die Übernahme dieser Vorstellung aus der höfischen Literatur in die breite Bevölkerung.
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fairies_im_Mittelalter">Fairies im Mittelalter</h3></div>
<p>Nach Hutton fällt die erste Phase in das Spätmittelalter.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mitte des 13. Jahrhunderts lassen sich hier drei verschiedene Traditionsstränge erkennen: Erstens ein auf die <a href="Angelsachsen" title="Angelsachsen">Angelsachsen</a> zurückgehender Glaube an verführerische aber schädigende <i>elves</i>. Zweitens die internationale höfische Literatur über schöne und mächtige <i>fays</i> (s. o.). Und drittens schließlich die gelehrten Texte von Autoren wie <a href="Giraldus_Cambrensis" class="mw-redirect" title="Giraldus Cambrensis">Giraldus Cambrensis</a>, <a href="Gervasius_von_Tilbury" title="Gervasius von Tilbury">Gervasius von Tilbury</a>, <a href="William_of_Newburgh" title="William of Newburgh">William of Newburgh</a> und anderen. Diese Autoren der dritten Traditionslinie sammelten Berichte von angeblichen Kontakten zwischen Menschen und nichtmenschlichen Wesen, die sich nicht in die theologische Unterscheidung von <a href="Engel" title="Engel">Engeln</a> und <a href="D%C3%A4mon" title="Dämon">Dämonen</a> einordnen ließen. Im Gegensatz zur rein fiktiv angelegten höfischen Dichtung wurden die Geschichten aus diesen gelehrten Sammlungen als tatsächlich passiert präsentiert. Weder insgesamt, noch innerhalb der drei genannten Traditionsstränge lässt sich eine systematisierte Lehre von den <i>fairies</i> feststellen, aber Elemente aus diesen drei Strängen kommen später in den heute als <i>fairies</i> bezeichneten Wesen zusammen.
</p><p>In der um 1330 entstandenen <i>Auchinleck Manuscript</i> Handschrift finden sich die ältesten englischsprachigen Erzählungen, in denen explizit als <i>fairy</i> bezeichnete Wesen auftreten: <i>Sir Launfal</i>, <i>Sir Degaré</i> und <i><a href="Sir_Orfeo" title="Sir Orfeo">Sir Orfeo</a></i>. Diese Wesen können weiblich oder männlich sein, der Vater des Titelhelden Sir Degaré beispielsweise ist ein „fairy knyghte“.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <i>fairies</i> der mittelenglischen Dichtung sind keine eigene Spezies, sondern sehen aus und verhalten sich wie Menschen, sie verlieben sich in Menschen, nehmen diese in ihr Reich auf und zeugen Kinder mit ihnen. Oft werden sie als fromme Christen beschrieben.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Was sie von Menschen unterscheidet sind ihr Aufenthalt in nur schwer zu betretenden Welten sowie ihre magischen Fähigkeiten. Die Feenwelt wird in Landschaft, Gesellschaft und höfischem Leben als der Menschenwelt entsprechend beschrieben, unterscheidet sich von dieser aber durch opulenten Reichtum und gewisse magische Elemente, beispielsweise endlos brennende Kerzen.<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie zeigen auch dieselbe Gewalttätigkeit, wie sie die Menschen in diesen Geschichten begehen: die <i>fairies</i> kämpfen, töten, foltern und vergewaltigen.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gleichzeitig erweisen die männlichen und weiblichen <i>fairies</i> sich ihren menschlichen Partnern gegenüber aber auch als treue Geliebte.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Hier verortet Hutton auch die Gleichsetzung von <i>fairies</i> und <i>elves</i> sowie die Entstehung der Idee von einer magischen Parallelwelt namens <i>fairy</i>.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> So reist der Held in <i>Sir Orfeo</i> in das Reich des <a href="Pluton" title="Pluton">Pluto</a>, dem „King of Fayré“ und in <a href="Geoffrey_Chaucer" title="Geoffrey Chaucer">Geoffrey Chaucers</a> Erzählung <i>Sir Thopas</i> (1387) möchte der Protagonist „the Queen of Faierye“ für sich gewinnen. Das Feenreich <i>fairy</i>, in dem <i>fairy king</i> und <i>fairy queen</i> über das Volk der <i>fairies</i> bzw. <i>elves</i> herrschen, entwickelte sich zu einem beliebten Motiv der englischen Literatur und wurde im 15. Jahrhundert auch in der höfischen Literatur von <a href="Schottland" title="Schottland">Schottland</a> und <a href="Wales" title="Wales">Wales</a> übernommen. Beispielsweise wird im <i>Buchedd Collen</i>, der <a href="Vita" title="Vita">Vita</a> eines walisischen Mönchs, die Sagengestalt <a href="Gwynn_(Mythologie)" title="Gwynn (Mythologie)">Gwyn ap Nudd</a> nun nicht nur als König von <a href="Annwn" title="Annwn">Annwn</a> bezeichnet, sondern auch als „King of the Fairies“. Ebenfalls im 15. Jahrhundert übernahm die einfache englischsprachige Bevölkerung die Idee vom Feenreich <i>fairy</i> und nahm <i>fairies</i> als Bezeichnung für die von ihnen vorher als <i>elves</i> bezeichneten Wesen an. Damit entstand eine Art Systematisierung, in der die verschiedenen Wesen des Volksglaubens nun als ein Volk aus einem parallelen Königreich verstanden wurden. Es finden sich etwa Gerichtsakten zu Frauen, die angaben von den <i>feyry</i> magisches Wissen und die Fähigkeit zum Heilen gewonnen zu haben. Andersherum wurden die <i>fairies</i> nun für Krankheiten verantwortlich gemacht, sie werden also mit den schädlichen Aspekten der <i>elves</i> belegt.
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<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fairies_in_der_Frühen_Neuzeit"><span id="Fairies_in_der_Fr.C3.BChen_Neuzeit"></span>Fairies in der Frühen Neuzeit</h3></div>
<p>Als zweite Phase und gleichzeitigen Höhepunkt der britischen <i>fairy</i>-Tradition macht Hutton das Zeitalter der <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> und <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a> (1560–1640) aus. Die <i>fairies</i> und ihr Reich waren in diesem Zeitraum ein sehr beliebtes Thema in Literatur und Theater, gleichzeitig waren der Glaube an diese Wesen bzw. das Spekulieren über sie auch unter Gelehrten und in der normalen Bevölkerung verbreitet.<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Bereich der Renaissanceliteratur waren die wohl einflussreichsten Autoren <a href="William_Shakespeare" title="William Shakespeare">William Shakespeare</a> (<i><a href="Ein_Sommernachtstraum" title="Ein Sommernachtstraum">A Midsummer Night’s Dream</a></i>, um 1596) und <a href="Edmund_Spenser" title="Edmund Spenser">Edmund Spenser</a> (<i><a href="The_Faerie_Queene" class="mw-redirect" title="The Faerie Queene">The Faerie Queene</a></i>, um 1595), beide begründeten mit ihren Werken ein anhaltendes literarisches Interesse am Thema der <i>fairies</i>.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mittelalterliche Figuren wie Robin Goodfellow und der Feenkönig Oberon wurden hier zu ihrer heutigen Form ausgebaut. Durch den Einfluss Spensers wird das Feenreich nun häufiger als von einer Königin regiert vorgestellt, zuvor traten eher männliche Könige auf.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das <i>fairyland</i>, in dem die ewig jungen und schönen Monarchen in Reichtum leben und sich der <a href="Mu%C3%9Fe" title="Muße">Muße</a> hingeben können, wurde zu einer beliebten <a href="Allegorie" title="Allegorie">Allegorie</a> auf den Adel. Insbesondere <a href="Elisabeth_I." title="Elisabeth I.">Elisabeth I.</a> wurde in Werken oft als <i>fairy queen</i> dargestellt. <a href="Henry_Frederick_Stuart%2C_Prince_of_Wales" title="Henry Frederick Stuart, Prince of Wales">Henry, Prince of Wales</a> spielte in einem Maskenball selbst den <i>fairy king</i> Oberon. Literarische Werke über das Land der <i>fairies</i> dienten aber auch der Kritik am als <a href="Hedonismus" title="Hedonismus">hedonistisch</a> verurteilten Lebensstil des Adels.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese literarische Tradition verarbeitete einige Elemente der Volkserzählungen und wirkte auch wieder auf diese zurück. Dies lässt sich beispielsweise an der Körpergröße der <i>fairies</i> nachvollziehen. In englischen Volkserzählungen wurden <i>fairies</i> oft als kleinwüchsig beschrieben, sie seien so groß wie menschliche Kinder. Dieses Narrativ wurde von Shakespeare übernommen und zum <a href="Kom%C3%B6die" title="Komödie">komödiantischen</a> Effekt auf eine winzige Größe gebracht. In <i>A Midsummer Night's Dream</i> stellt er der menschengroßen Feenkönigin <i>Titania</i> ein Gefolge aus winzigen Dienern bei, die so klein sind, dass sie in die Schalen von <a href="Ahorn" class="mw-redirect" title="Ahorn">Ahornfrüchten</a> klettern können. Im kurz darauf erschienenen <i><a href="Romeo_and_Juliet" class="mw-redirect" title="Romeo and Juliet">Romeo and Juliet</a></i> (1597) ist dann auch die Feenkönigin <i>Mab</i> so klein, dass sie in einem Wagen fährt, der aus einer <a href="Haselnuss" class="mw-redirect" title="Haselnuss">Haselnussschale</a> gebaut wurde.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Idee von den winzigen <i>fairies</i> wurde in der Folge nicht nur von anderen Schriftstellern übernommen, sondern findet sich seit 1620 auch zunehmend in Volkserzählungen.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gleichzeitig scheint der Glaube an <i>fairies</i> in der Bevölkerung auch stärker verbreitet gewesen zu sein als zuvor. Darauf deutet zum Beispiel hin, dass es zwischen 1595 und 1614 zu einer Häufung von <a href="Trickbetrug" class="mw-redirect" title="Trickbetrug">Trickbetrügereien</a> kam, in denen Geld dafür verlangt wurde, Menschen mit der <i>fairy queen</i> in Kontakt zu bringen.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Hexenprozess" class="mw-redirect" title="Hexenprozess">Hexenprozessakten</a> zeigen, dass überall auf den Britischen Inseln Menschen <i>fairies</i> und vor allem die <i>fairy queen</i> als Quellen ihrer übernatürlichen Fähigkeiten angaben. Von den <i>fairies</i> wollten sie meist Heilkunst und Wahrsagerei gelernt haben.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schottische <a href="Hexentheoretiker" title="Hexentheoretiker">Hexentheoretiker</a> (darunter König <a href="Jakob_I._(England)" title="Jakob I. (England)">James VI.</a>) hielten den Kontakt mit <i>fairies</i> dagegen für ein zentrales Merkmal der <a href="Hexe" title="Hexe">Hexerei</a>. Menschen, die angaben, mit <i>fairies</i> Umgang gehabt zu haben oder von denen dies behauptet wurde, wurden verfolgt. Die Theologen waren sich uneins darüber, ob <i>fairies</i> nun real existierende Dämonen oder nur eine (durch den <a href="Teufel" title="Teufel">Teufel</a> oder schlechte psychische Verfassung verursachte) falsche Einbildung seien. In England spielte der Vorwurf vom Umgang mit <i>fairies</i> eine viel kleinere Rolle, hier wurden angeblichen Hexen stattdessen beschuldigt, mit einem <i><a href="Familiar" title="Familiar">spiritus familiaris</a></i> umzugehen. Auch Hofmagier wie Simon Forman und <a href="John_Dee" title="John Dee">John Dee</a> versuchten, <i>fairies</i> zu beschwören und zu kontrollieren.
</p><p>Trotz der großen Popularität des <i>fairy</i>-Themas im 16. und 17. Jahrhundert gab es keine einheitliche Lehre und Beurteilung bezüglich dieser Wesen. So konnte James VI. Menschen für ihren angeblichen Umgang mit <i>fairies</i> verfolgen lassen, während sein Sohn Henry gleichzeitig als edler <i>fairy king</i> Oberon auftrat.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hutton nimmt dennoch an, dass im frühneuzeitlichen England, Wales und den <a href="Central_Lowlands" title="Central Lowlands">schottischen Lowlands</a> eine homogene Vorstellung vom <i>fairy realm</i> mit seinen <i>fairy monarchs</i> entstanden sei. Diese habe sich im Laufe der Zeit zu der regionalen Vielfalt diversifiziert, die später moderne Volkskundler aufgezeichnet haben. Hutton vermutet, dass die Konstruktion des <i>fairy realms</i> ähnlich verlaufen sei wie die Entwicklung der <a href="Hexenlehre" title="Hexenlehre">Hexenlehre</a>: Diverse mittelalterliche Vorstellungen seien im 15. Jahrhundert von Gelehrten aufgegriffen, modifiziert und zu einem kohärenten System zusammengefasst worden.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fairies_in_der_Moderne">Fairies in der Moderne</h3></div>
<p>Die britische <i>fairy</i>-Tradition durchlief seit dem 17. Jahrhundert noch weitere Veränderungen, etwa was die populären Vorstellungen vom Aussehen dieser Wesen betrifft. Als einflussreich erwies sich hier die Gleichsetzung von <i>fairies</i> und <i><a href="Sylphe" title="Sylphe">Sylphen</a></i>, den fliegenden Luftgeistern aus der <a href="Elementargeist" title="Elementargeist">Elementargeisterlehre</a> des <a href="Paracelsus" title="Paracelsus">Paracelsus</a>. In seinem satirischen Epos <i><a href="The_Rape_of_the_Lock" title="The Rape of the Lock">The Rape of the Lock</a></i> (1717) beschrieb der englische Dichter <a href="Alexander_Pope" title="Alexander Pope">Alexander Pope</a> die Sylphen erstmals mit <a href="Fl%C3%BCgel_(Insekt)" title="Flügel (Insekt)">Insektenflügeln</a>.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im Laufe des 18. Jahrhunderts kam es zu einer Vermischung der <i>fairies</i> mit Popes geflügelten <i>sylphs</i>. Für die Verbindung der beiden Wesen und die anschließende Popularisierung dieser neuen Vorstellung von geflügelten <i>fairies</i> waren vor allem die drei englischen Maler <a href="William_Blake" title="William Blake">William Blake</a>, <a href="Thomas_Stothard" title="Thomas Stothard">Thomas Stothard</a> und <a href="Johann_Heinrich_F%C3%BCssli" title="Johann Heinrich Füssli">Johann Heinrich Füssli</a> verantwortlich. Sie schufen Gemälde und Buchillustrationen mit <i>sylphs</i> und <i>fairies</i>, die sie mit naturalistisch-detailliert gemalten Insekten- und Fledermausflügeln darstellen. Gefederte Flügel blieben <a href="Engel" title="Engel">Engeln</a> vorbehalten.<sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einflussreich wurden insbesondere Stothards Illustrationen zur 1797 erschienenen Auflage von <i>Rape of the Lock</i>. Hier stellte er die <i>sylphs</i>, die Pope in Anlehnung an Shakespeares <i>fairies</i> als winzige Menschen beschreibt, erstmals mit <a href="Fl%C3%BCgel_(Schmetterling)" title="Flügel (Schmetterling)">Schmetterlingsflügeln</a> dar.<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im 19. Jahrhundert wurden <i>fairies</i> in Gemälden, Literatur und Theateraufführungen schließlich standardmäßig mit Insektenflügeln dargestellt. Dass <i>fairies</i> Flügel tragen, ist in <a href="K%C3%B6nigreich_Gro%C3%9Fbritannien" title="Königreich Großbritannien">Großbritannien</a> heute eine weit verbreitete Vorstellung.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ebenfalls einen großen Einfluss auf die Vorstellung von den <i>fairies</i> hatte die Illustratorin <a href="Cicely_Mary_Barker" title="Cicely Mary Barker">Cicely Mary Barker</a> (1895–1973) mit ihren ab den 1920ern erschienenen, sehr beliebt gewordenen <i>Flower Fairies</i> Bildbänden für Kinder. Darin werden <i>fairies</i> als Kinder mit Schmetterlings- und anderen Insektenflügeln dargestellt, die pflanzenhafte Kleidung tragen und sich in der Natur zwischen Pflanzen aufhalten.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auch die Assoziation von <i>fairies</i> mit der Natur geht letztlich auf Shakespeare zurück. Als Anspielung auf den ländlichen Charakter der Tradition hatte er <i>fairies</i> mit Namen wie <i>Peaseblossom</i> (Erbsenblüte) und <i>Mustardseed</i> (Senfkorn) auftreten lassen, die mit Pflanzenteilen und anderen Naturmaterialien umgehen.<sup id="cite_ref-67" class="reference"><a href="#cite_note-67"><span class="cite-bracket">[</span>67<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im 19. Jahrhundert beginnt die wissenschaftliche Beschäftigung mit <i>fairies</i>. Einerseits als volkskundliche Erforschung des Glaubens an diese Wesen und der Geschichten über sie, andererseits in einem <a href="Naturwissenschaft" title="Naturwissenschaft">naturwissenschaftlichen</a> Streit um ihre Existenz. Anhaltendes öffentliches Interesse weckte die Kontroverse um die sogenannten <i><a href="Cottingley_Fairies" title="Cottingley Fairies">Cottingley Fairies</a></i>. Um ihre Eltern auszutricksen, hatten die damals zehn- und fünfzehnjährigen Mädchen Frances Griffiths und Elsie Wright 1917 im Dorf Cottingley Fotoaufnahmen von <i>fairies</i> produziert. Die Aufnahmen zeigen winzige, geflügelte Frauen, die zwischen Pflanzen umhertanzen. Der <a href="Theosophische_Gesellschaft" title="Theosophische Gesellschaft">Theosoph</a> Edward Gardner sowie der <a href="Spiritismus" title="Spiritismus">Spiritist</a> und berühmte Autor <a href="Arthur_Conan_Doyle" title="Arthur Conan Doyle">Arthur Conan Doyle</a> wurden auf die Fotos aufmerksam und präsentierten sie 1920 der Öffentlichkeit als Beweise für die Existenz von <i>fairies</i> und anderen feinstofflichen Wesen. Der Streit um die Echtheit der Bilder wurde bis 1983 ausgetragen, als die beiden Frauen zugaben, Papierfiguren fotografiert zu haben.<sup id="cite_ref-68" class="reference"><a href="#cite_note-68"><span class="cite-bracket">[</span>68<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> An der Affäre um die <i>cottingley fairies</i> lässt sich erkennen, dass <i>fairies</i> seit dem 20. Jahrhundert weithin als winzige, geflügelte Frauen vorgestellt werden. Dies drückt sich auch in Sichtungsberichten aus. Während Flügel in älteren Berichten fast nicht vorkamen, beschreiben Menschen im 20. und 21. Jahrhundert die von ihnen angeblich gesehenen <i>fairies</i> häufig mit solchen.<sup id="cite_ref-69" class="reference"><a href="#cite_note-69"><span class="cite-bracket">[</span>69<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Forschungsliteratur findet sich seit dem 19. Jahrhundert bis heute durchgehend die These, dass der Glaube an <i>fairies</i> früher stärker verbreitet gewesen wäre und nun in der jeweiligen Gegenwart der Autoren fast verschwunden sei. Die kanadische Volkskundlerin Sabina Magliocco hält dem Umfragen entgegen, die zeigen, dass auch in der Gegenwart viele Menschen an als <i>fairies</i> bezeichnete Wesen glauben oder deren Existenz zumindest für möglich halten. Der Glaube an <i>fairies</i> hängt dabei u. a. von der <a href="Subkultur" title="Subkultur">Subkultur</a> der Befragten ab. In ihrer eigenen Umfrage unter <a href="Neopaganismus" title="Neopaganismus">Neopaganen</a> im englischen Sprachraum gaben 57 % an, <i>fairies</i> selbst gesehen oder gespürt zu haben.<sup id="cite_ref-70" class="reference"><a href="#cite_note-70"><span class="cite-bracket">[</span>70<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Viele von ihnen erzählten Geschichten vom Kontakt mit diesen Wesen. Die <i>fairies</i>, die diese gegenwärtigen Neopagenen beschreiben, unterscheiden sich allerdings deutlich von denen der traditionellen englischen Überlieferung. Magliocco führt Ronald Huttons Studie über die Entwicklung der britischen <i>fairies</i> (s. o.) für das 19. und 20. Jahrhundert weiter und macht hier zwei tiefgreifende Veränderungen fest, die zu den von ihr aufgezeichneten, modernen Vorstellungen führten. Die erste Veränderung stellt die Idee dar, dass <i>fairies</i> als Freunde und Beschützer von Menschen auftreten, v. a. von Kindern. In der vormodernen Volksüberlieferung galten <i>fairies</i> oft als boshafte und gefährliche Wesen, die Kinder stehlen und Krankheiten bringen. In Büchern aus dem sog. <i>Goldenen Zeitalter der <a href="Kinderliteratur" class="mw-redirect" title="Kinderliteratur">Kinderliteratur</a></i> (1860er–1920er) und deren Bearbeitungen in späteren <a href="The_Walt_Disney_Company" title="The Walt Disney Company">Disneyfilmen</a> wird ihnen stattdessen oft die Rolle als elternhafte Beschützer (z. b. die Feenpatinnen in <i><a href="Pinocchio" title="Pinocchio">Pinocchio</a></i> und <i><a href="Cinderella_(1950)" title="Cinderella (1950)">Cinderella (1950)</a></i>) oder als kindliche Freunde (und sexuelle Fantasien, v. a. Tinkerbell in <i><a href="Peter_Pan_(1953)" title="Peter Pan (1953)">Peter Pan (1953)</a></i>) zugewiesen.<sup id="cite_ref-71" class="reference"><a href="#cite_note-71"><span class="cite-bracket">[</span>71<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Verniedlichung der <i>fairies</i> zu Figuren der Kinderliteratur hatte ihren Ursprung in englischen Übersetzungen der französischen <i>conte de fées</i> Literatur (s. o.).<sup id="cite_ref-72" class="reference"><a href="#cite_note-72"><span class="cite-bracket">[</span>72<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die zweite Veränderung betrifft die Vorstellung, dass <i>fairies</i> Wächter der Natur seien. Sie werden nun als <a href="Naturgeist" title="Naturgeist">Naturgeister</a> vorgestellt, die unter der fortschreitenden Umweltzerstörung leiden und die Menschen daher zum Umweltschutz animieren und ihnen beibringen können, wieder im Einklang mit der Natur zu leben. Auch diese Idee stammt aus der Kinderliteratur. Nicht nur Barkers <i>flower fairies</i> etablierten die Vorstellung von <i>fairies</i> als Naturgeistern. Als Kritik an der damaligen <a href="Industrialisierung" title="Industrialisierung">Industrialisierung</a> und <a href="Urbanisierung" title="Urbanisierung">Urbanisierung</a> wurden eine ganze Reihe von Geschichten verfasst, die davon erzählen, wie die <i>fairies</i> durch die Umweltzerstörung aus England vertrieben werden und sich eine neue Heimat suchen müssen (bspw. <a href="Rudyard_Kipling" title="Rudyard Kipling">Rudyard Kipling</a>: <i>Dymchur Flit</i>, 1906; <a href="Andrew_Lang" title="Andrew Lang">Andrew Lang</a> und May Kendall: <i>That Very Mab</i>, 1885).<sup id="cite_ref-73" class="reference"><a href="#cite_note-73"><span class="cite-bracket">[</span>73<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Während <i>fairies</i> in vormodernen Traditionen als ambivalent bis schädlich galten und man meist versuchte, ihnen aus dem Weg zu gehen, suchen die Neopaganen gezielt nach Kontakt mit ihnen, um sie als Freunde, Beschützer und Lehrer zu gewinnen. Magliocco bezeichnet diese Entwicklung als „die Zähmung der Feen“ („the Taming of the Fae“).<sup id="cite_ref-74" class="reference"><a href="#cite_note-74"><span class="cite-bracket">[</span>74<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Feen_im_deutschen_Sprachraum">Feen im deutschen Sprachraum</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feien_im_Mittelalter">Feien im Mittelalter</h3></div>
<p>Ende des 12. Jahrhunderts wurde die französische höfische Dichtung um König Artus im deutschen Sprachraum übernommen und weiterentwickelt. Zu den Figuren der arturischen Welt gehört auch die weibliche <i>fay</i> (s. o.), die in die <a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mittelhochdeutsche</a> Dichtung als <i>fei</i>, <i>feie</i> oder <i>feine</i> übersetzt wird. So wurde etwa <i>Morgan le Fay</i> zur <i>Feimurgân</i>. Die Figur der Fee kam wohl aus älteren keltischen Erzählungen in die Artusepik, welche Elemente der mittelhochdeutschen Feenfigur noch darauf zurückgehen ist in der Forschung umstritten.<sup id="cite_ref-75" class="reference"><a href="#cite_note-75"><span class="cite-bracket">[</span>75<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben den Frauenfiguren, die in den mittelalterlichen Texten explizit als <i>fei</i> o. Ä. bezeichnet werden, zählt die moderne Forschung auch solche Figuren zu den Feen, die zwar nicht so genannt wurden, aber Ähnlichkeiten mit ihnen aufweisen. Die <a href="Germanistik" title="Germanistik">Germanistin</a> Michaela Wiesinger hat sechs „Feenmarker“ zusammengetragen, anhand derer „feenhafte Frauenfigur“ identifiziert werden können. Das erste Merkmal ist <i>Magisches</i>: Feen verfügen sowohl über magische Gegenstände und Zaubertränke, als auch über magische Fähigkeiten wie Hellsichtigkeit und Heilkunde. Zweitens <i>Wunderbare Tiere und Figuren</i>: Mit den Feen verbunden sind magische Tiere und Fabelwesen wie Drachen und Riesen. Das dritte Merkmal sind die <i>Tabus</i>: Als Teil der für die Feen typischen Marteneheerzählungen erlegen sie ihren ritterlichen Geliebten Tabus auf (s. o.). Viertens leben Feen in einer <i>abgeschiedenen Behausung</i> außerhalb der höfischen Welt, ihr oft <a href="Keltische_Anderswelt" title="Keltische Anderswelt">anderweltlicher</a> Aufenthaltsort kann vom Ritter häufig nur durch einen schwierigen Übertritt <i>(descensus)</i> erreicht werden. Fünftens sind Feen mit dem Element <i>Wasser</i> verbunden, sie tauchen an Quellen und Gewässern auf oder halten sich hinter einer Grenze aus Wasser auf, etwa jenseits eines Flusses oder auf einer Insel. Sechstens schließlich verfügen Feen über <i>Feenboten</i>, die beispielsweise ihre Nachrichten überbringen oder den Weg zu ihrem Aufenthaltsort weisen. Auch Frauen, die in einem mittelalterlichen Text explizit eine Fee genannt werden, erfüllen oft nicht alle diese Merkmale, während andererseits auch männliche Figuren zumindest einige Feenmarker besitzen können.<sup id="cite_ref-76" class="reference"><a href="#cite_note-76"><span class="cite-bracket">[</span>76<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die mittelhochdeutsche Dichtung endete um 1300, und mit ihr auch die Figur der Fee. Im deutschen Sprachraum besteht keine Kontinuität zwischen der Fee des Mittelalters und der Fee, die im 18. Jahrhundert erneut aus der französischen Literatur übernommenen wurde.<sup id="cite_ref-77" class="reference"><a href="#cite_note-77"><span class="cite-bracket">[</span>77<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Feen_in_der_Neuzeit">Feen in der Neuzeit</h3></div>
<p>Die französische <i>conte de fées</i> Literatur (s. o.) wurde auch in den deutschen Ländern beliebt und ab den 1760ern ins Deutsche übersetzt.<sup id="cite_ref-78" class="reference"><a href="#cite_note-78"><span class="cite-bracket">[</span>78<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für dieses Genre wurde die Gattungsbezeichnung <i><a href="Feenm%C3%A4rchen" title="Feenmärchen">Feenmärchen</a></i> erfunden und die Figur der <i>fée</i> als <i>Fee</i> <a href="Eingedeutscht" class="mw-redirect" title="Eingedeutscht">eingedeutscht</a>. Das Wort <i>Fee</i> stammt also aus der Literatur und kommt in Volkserzählungen des deutschen Sprachraumes nicht vor.<sup id="cite_ref-79" class="reference"><a href="#cite_note-79"><span class="cite-bracket">[</span>79<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Über diesen Einfluss der französischen Literatur gelangten die Feen in einige deutsche Märchentexte, etwa <a href="Dornr%C3%B6schen" title="Dornröschen">Dornröschen</a> (<a href="Kinder-_und_Hausm%C3%A4rchen" class="mw-redirect" title="Kinder- und Hausmärchen">KHM</a> 50).<sup id="cite_ref-80" class="reference"><a href="#cite_note-80"><span class="cite-bracket">[</span>80<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das deutsche Feenmärchen durchlief die umgekehrte Entwicklung des französischen: Während in Frankreich aus Volkserzählungen höfische Literatur wurde, nähert sich das in Deutschland übernommene Genre den einheimischen Volkserzählungen an. Zentrale Autoren des frühen deutschen Feenmärchens (<a href="Christoph_Martin_Wieland" title="Christoph Martin Wieland">Christoph Martin Wieland</a>, <a href="Christian_August_Vulpius" title="Christian August Vulpius">Christian August Vulpius</a> u. a.) verfassten Geschichten mit aufklärerischer Intention; Wieland schrieb über die böse Fee <a href="Fanferl%C3%BCsch" title="Fanferlüsch">Fanferlüsch</a>. Ab den 1780er Jahren schrieben Autoren wie <a href="Wilhelm_Christoph_G%C3%BCnther" title="Wilhelm Christoph Günther">Wilhelm Christoph Günther</a> Geschichten, die sich stärker der einheimischen Volksüberlieferung zuwandten. Die Gattung der deutschen Feenmärchen wurde im 19. Jahrhundert durch das romantische <a href="Kunstm%C3%A4rchen" title="Kunstmärchen">Kunstmärchen</a> und Sammlungen von aufgezeichneten <a href="Volksm%C3%A4rchen" title="Volksmärchen">Volksmärchen</a> verdrängt.<sup id="cite_ref-81" class="reference"><a href="#cite_note-81"><span class="cite-bracket">[</span>81<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="G%C3%BCnter_Dammann" title="Günter Dammann">Günter Dammann</a>: <i>Conte de(s) fées.</i> In: <a href="Kurt_Ranke_(Germanist)" title="Kurt Ranke (Germanist)">Kurt Ranke</a> (Hrsg.): <i><a href="Enzyklop%C3%A4die_des_M%C3%A4rchens" title="Enzyklopädie des Märchens">Enzyklopädie des Märchens</a>: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung.</i> Band 3. De Gruyter, Berlin / New York 1981, ISBN 3-11-008201-2, Spalte 131–149.</li>
<li>Matthias Egeler: <i>Elfen und Feen. Eine kleine Geschichte der Anderwelt</i>. C. H. Beck, München 2024, ISBN 978-3-406-81366-5.</li>
<li>Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: <a href="Albrecht_Classen" title="Albrecht Classen">Albrecht Classen</a> (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464 (englisch).</li>
<li>Ronald Hutton: <i>The Making of the Early Modern British Fairy Tradition.</i> In: <i>The Historical Journal.</i> Band 57, Nr. 4, 2014, S. 1135–1156 (englisch).</li>
<li>Sabina Magliocco: <i>The Taming of the Fae: Literary and Folkloric Fairies in Modern Paganism.</i> In: Shai Feraro und Ethan Doyle White (Hrsg.): <i>Magic and Witchery in the Modern West. Celebrating the Twentieth Anniversary of ‚The Triumph of the Moon‘.</i> Palgrave Macmillan, Cham 2019, ISBN 978-3-030-15549-0, S. 107–130.</li>
<li>Hannah Priest: <i>‚The King o fairy with his rout:‘ Fairy Magic in the Literature of Late Medieval Britain.</i> In: <i>Hortulus. The Graduate Journal of Medieval Studies.</i> Band 4, 2008, S. 8–43 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://hortulus-journal.com/journal/volume-4-number-1-2008/priest/">online</a>).</li>
<li><a href="Armin_Schulz" title="Armin Schulz">Armin Schulz</a>: <i>Spaltungsphantasmen. Erzählen von der ‚gestörten Mahrtenehe‘.</i> In: <a href="Wolfgang_Haubrichs" title="Wolfgang Haubrichs">Wolfgang Haubrichs</a>, <a href="Eckart_Conrad_Lutz" title="Eckart Conrad Lutz">Eckart Conrad Lutz</a>, <a href="Klaus_Ridder_(Germanist)" title="Klaus Ridder (Germanist)">Klaus Ridder</a> (Hrsg.): <i>Wolfram-Studien XVIII. Erzähltechnik und Erzählstrategien in der deutschen Literatur des Mittelalters. Saarbrücker Kolloquium 2002.</i> Erich Schmidt Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-503-07918-1, S. 233–262.</li>
<li>Charlotte Trinquet: <i>On the Literary Origins of Folkloric Fairy Tales: A Comparison between Madame d’Aulnoys „Finette Cendron“ and Frank Bourisaw’s „Belle Finette“.</i> In: <i>Marvels & Tales.</i> Band 21, Nr. 1, 2007, S. 34–49.</li>
<li>Michaela Wiesinger: <i>Feenreste: Zur latenten Feenhaftigkeit hofferner Frauenfiguren in Diu Crône Heinrichs von dem Türlin.</i> In: <i>Journal of the International Arthurian Society.</i> Band 6, Nr. 1, 2018, S. 46–69.</li>
<li>Noel Williams: <i>Fairy.</i> In: Kurt Ranke (Hrsg.): <i>Enzyklopädie des Märchens: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung.</i> Band 4. De Gruyter, Berlin / New York 1984, ISBN 3-11-009566-1, Spalte 793–800.</li>
<li>Noel Williams: <i>The Semantics of the Word Fairy: Making Meaning Out of Thin Air.</i> In: Peter Narváez (Hrsg.): <i>The Good People: New Fairylore Essays.</i> University Press of Kentucky, Lexington 1997, ISBN 978-0-8131-0939-8, S. 457–478 (englisch).</li>
<li>Simon Young: <i>When did fairies get wings?</i> In: Darryl Caterine, John W. Morehead (Hrsg.): <i>The Paranormal and Popular Culture. A Postmodern Religious Landscape.</i> Routledge, London / New York 2019, ISBN 978-1-138-73857-7, S. 253–274.</li>
<li><a href="Jack_Zipes" title="Jack Zipes">Jack Zipes</a>: <i>The Irresistible Fairy Tale. The Cultural and Social History of a Genre.</i> Princeton University Press, Princeton/Oxford 2012, ISBN 978-0-691-15338-4.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Fairies?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Feen <i>(fairies)</i></a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Fee" class="extiw external" title="wikt:Fee">Wiktionary: Fee</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4325485-8">Literatur von und über Fee</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Goodrich 2015: 458.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Young 2019: 253f., 260.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Worteintrag: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Fee"><i>Fee.</i></a> In: <i><a href="Duden" title="Duden">Duden Onlinewörterbuch</a>.</i> Abgerufen am 18. August 2022.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Worteintrag: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/Fee"><i>Fee.</i></a> In: <i><a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i> Abgerufen am 18. August 2022.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984: Sp. 799.</span>
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<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Beispielsweise Goodrich 2015: 462.</span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984: Sp. 794.</span>
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<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Franz_Winter_(Theologe)" title="Franz Winter (Theologe)">Franz Winter</a>: <i>Zwischenwesen: Engel, Dämonen, Geister.</i> In: <a href="Johann_Figl" title="Johann Figl">Johann Figl</a> (Hrsg.): <i>Handbuch Religionswissenschaft. Religionen und ihre zentralen Themen.</i> Tyrolia-Verlag und Vandenhoeck & Ruprecht, Innsbruck/Wien/Göttingen 2003, ISBN 3-7022-2508-0, S. 651–662, hier: S. 651.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 127.</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1997, S. 462f.</span>
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<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1997, S. 463–465.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1997, S. 468.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1997, S. 459–461.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Einträge „Fee“ und „gefeit“ in: <i>Duden. Das Herkunftswörterbuch.</i> 6., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Herausgegeben von der Dudenredaktion. Dudenverlag, Berlin 2020, ISBN 3-411-04076-9, S. 259, 305.</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Einträge „Fee“ und „gefeit“ in: <i>Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.</i> Bearbeitet von <a href="Elmar_Seebold" title="Elmar Seebold">Elmar Seebold</a>, 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin und Boston 2011, S. 283, 339.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Einträge: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/Fee"><i>Fee</i></a> und <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.dwds.de/wb/etymwb/feien"><i>feien</i></a> In: <i><a href="Digitales_W%C3%B6rterbuch_der_deutschen_Sprache" title="Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache">Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache</a>.</i> Abgerufen am 23. September 2023.</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 13f. </span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1140f.</span>
</li>
<li id="cite_note-Goodrich_2015:446–447-19"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Goodrich_2015:446–447_19-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Goodrich_2015:446–447_19-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: <a href="Albrecht_Classen" title="Albrecht Classen">Albrecht Classen</a> (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464, hier S. 446–447 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1141.</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: Albrecht Classen (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464, hier S. 448 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Schulz 2004: 233ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Wiesinger 2018: 61f.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Schulz 2004: 260f.</span>
</li>
<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 132f.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 135.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 135–138.</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 142.</span>
</li>
<li id="cite_note-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-29">↑</a></span> <span class="reference-text">Trinquet 2007: 44f.</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 142f.</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Zipes 2012: 22.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Trinquet 2007: 35.</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Zipes 2012: 22–24.</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Zipes 2012: 24–28.</span>
</li>
<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Trinquet 2007: 35, 45.</span>
</li>
<li id="cite_note-36"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-36">↑</a></span> <span class="reference-text">Zipes 2012: 26f.</span>
</li>
<li id="cite_note-37"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-37">↑</a></span> <span class="reference-text">Zipes 2012: 32f.</span>
</li>
<li id="cite_note-38"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-38">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1140f.</span>
</li>
<li id="cite_note-39"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-39">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984, Sp. 793.</span>
</li>
<li id="cite_note-40"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-40">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1141.</span>
</li>
<li id="cite_note-41"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-41">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1997, S. 465–467.</span>
</li>
<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1135–1137.</span>
</li>
<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Dieser Absatz folgt Hutton 2014, S. 1138–1141.</span>
</li>
<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 12f.</span>
</li>
<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 19f., 37ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 24f., 31f., 34f.</span>
</li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 21–24.</span>
</li>
<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Priest 2008: 40.</span>
</li>
<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Dieser Absatz folgt Hutton 2014, S. 1142–1146.</span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">Sofern nicht anders angegeben folgen die Ausführungen zur Frühen Neuzeit Hutton 2014, S. 1147–1152.</span>
</li>
<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984, Sp. 794.</span>
</li>
<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984, Sp. 798.</span>
</li>
<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1151.</span>
</li>
<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: Albrecht Classen (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464, hier S. 463 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Marjorie Swann: <i>The Politics of Fairylore in Early Modern English Literature.</i> In: <i>Renaissance Quarterly</i>. Band 53, Nr. 2, 2000, S. 449–473, hier S. 454 ff. (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984, Sp. 795.</span>
</li>
<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1150.</span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: Albrecht Classen (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464, hier S. 459 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean N. Goodrich: <i>Fairy, Elves and the Enchanted Otherworld.</i> In: Albrecht Classen (Hrsg.): <i>Handbook of Medieval Culture: Fundamental Aspects and Conditions of the European Middle Ages.</i> Band 1. De Gruyter, Berlin/Boston 2015, ISBN 978-3-11-026659-7, S. 431–464, hier S. 460–461 (englisch).</span>
</li>
<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1152.</span>
</li>
<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text">Hutton 2014, S. 1155.</span>
</li>
<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text">Young 2019: 256.</span>
</li>
<li id="cite_note-63"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-63">↑</a></span> <span class="reference-text">Young 2019: 259f. Für die Zeit vor diesen drei Malern konnte Young nur eine einzige, isoliert stehende Darstellung von <i>fairies</i> mit Insektenflügeln finden, eine zwischen 1605 und 1610 von <a href="Inigo_Jones" title="Inigo Jones">Inigo Jones</a> angefertigte Zeichnung (ebd. S. 254).</span>
</li>
<li id="cite_note-64"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-64">↑</a></span> <span class="reference-text">Laura Forsberg: <i>Nature’s Invisibilia: The Victorian Microscope and the Miniature Fairy.</i> In: <i>Victorian Studies.</i> Band 57, Nr. 4, 2015, S. 638–666. Hier: S. 644.</span>
</li>
<li id="cite_note-65"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-65">↑</a></span> <span class="reference-text">Young 2019: 262ff., 269.</span>
</li>
<li id="cite_note-66"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-66">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 117.</span>
</li>
<li id="cite_note-67"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-67">↑</a></span> <span class="reference-text">Swann 2000: 454f.</span>
</li>
<li id="cite_note-68"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-68">↑</a></span> <span class="reference-text">Paul Smith: <i>The Cottingley Fairies: The End of a Legend.</i> In: Peter Narváez (Hrsg.): <i>The Good People: New Fairylore Essays.</i> University Press of Kentucky, Lexington 1997, ISBN 978-0-8131-0939-8, S. 371–405.</span>
</li>
<li id="cite_note-69"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-69">↑</a></span> <span class="reference-text">Young 2019: 267f.</span>
</li>
<li id="cite_note-70"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-70">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 110, 124.</span>
</li>
<li id="cite_note-71"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-71">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 113–119.</span>
</li>
<li id="cite_note-72"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-72">↑</a></span> <span class="reference-text">Williams 1984: Sp. 795.</span>
</li>
<li id="cite_note-73"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-73">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 119–123.</span>
</li>
<li id="cite_note-74"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-74">↑</a></span> <span class="reference-text">Magliocco 2019: 110f., 123f.</span>
</li>
<li id="cite_note-75"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-75">↑</a></span> <span class="reference-text">Wiesinger 2018: 50.</span>
</li>
<li id="cite_note-76"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-76">↑</a></span> <span class="reference-text">Wiesinger 2018: 50–54.</span>
</li>
<li id="cite_note-77"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-77">↑</a></span> <span class="reference-text">Eberhard W. Funcke: <i>Morgain und ihre Schwestern. Zur Herkunft und Verwendung der Feenmotivik in der mittelhochdeutschen Epik.</i> In: <i>Acta Germanica. Jahrbuch des südafrikanischen Germanistenverbandes.</i> Band 18, 1985, S. 1–64. Hier: S. 49.</span>
</li>
<li id="cite_note-78"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-78">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 139–142.</span>
</li>
<li id="cite_note-79"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-79">↑</a></span> <span class="reference-text">Gertrud Scherf: <i>Nixen, Wichtlein und Wilde Frauen: Eine Kulturgeschichte der Naturgeister in Bayern.</i> Allitera, München 2017, ISBN 978-3-86906-986-9, S. 109.</span>
</li>
<li id="cite_note-80"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-80">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Leander_Petzoldt" title="Leander Petzoldt">Leander Petzoldt</a>: <i>Kleines Lexikon der Dämonen und Elementargeister</i>. 3. Auflage. C. H. Beck, München 2003 [1990], ISBN 978-3-406-66928-6, S. 72.</span>
</li>
<li id="cite_note-81"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-81">↑</a></span> <span class="reference-text">Dammann 1981, Sp. 139–142.</span>
</li>
</ol></div>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4325485-8">4325485-8</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85046901">sh85046901</a></span> | <a href="Web_NDL_Authorities" title="Web NDL Authorities">NDL</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.ndl.go.jp/auth/ndlsh/01132614">01132614</a></span> </div>
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